Politisches - Unsere Petition an den Bundestag
Ihr habt abgestimmt! Hier ist sie also, unsere Petition:
Bitte unterstützt unsere Petition nicht nur mit Eurer Unterschrift, sondern werbt auch für diese bei Eurer Familie, Bekannten, Verwandten, Kollegen und eventuell auch Patienten. Unsere Petition ist für jedermann (-frau) wichtig und ein Thema, das uns alle angeht!
Wenn wir es schaffen, 50.000 Unterschriften zu sammeln, muss der parlamentarische Ausschuss sich öffentlich mit unserer Petition auseinandersetzen und wir – die Petenten – sprich Pflegeleidenschaft, bekommen eine Einladung und erhalten Rederecht.
Ihr könnt die Unterschriftenliste ausdrucken und uns ganz einfach mit zwölf Unterschriften (gerne auch mehr!) an die unten angegebene Faxnummer oder die Postadresse zurücksenden. Wir werden diese sammeln und sie ab einer Gesamtzahl von 50.000 Unterschriften, gemeinsam mit der Petition, öffentlich an den Bundestag schicken. Wenn jeder von uns Usern nur fünf Unterschriften sammelt, sind wir schon fast bei 50.000.
Durch unsere zunehmende Präsenz auf Messen und vermehrter Infoschreiben werden wir noch viele, viele Menschen ansprechen, so dass es wirklich möglich sein wird, diese Unterschriftengrenze von 50.000 zu schaffen.
Ich bitte Euch von Herzen: Sammelt Unterschriften und schickt uns Eure Listen zurück!
Alles Liebe.
Petitionsdaten
Überschrift: Pflegepolitik - Wie will Deutschland sterben? Jeder soll in Deutschland so sterben dürfen, wie er geboren wurde: nicht allein!
Wortlaut der Petition:
Der Deutsche Bundestag möge seiner Kompetenz entsprechend, eine einheitliche Lösung für die einzelnen Länder herstellen. Geltend sowohl für die Situation der Arbeitnehmer in der Pflege, wie aber auch der Pflegebedürftigen, insbesondere Schwerkranker und Sterbender. Sterben muss möglich sein mit professioneller Unterstützung für die Sterbenden, Angehörigen und Pflegenden. Gerade auf dem letzten Weg muss ein Mensch würdig, professionell und respektvoll begleitet werden können.
Begründung:
In Deutschland starben im Jahr 2010 858.768 Menschen. Nach Schätzungen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes bedürfen ca. 40 % der Sterbenden professionelle Begleitung. Das heißt, dass 2010 343.507 Sterbende und deren Angehörigen Begleitung benötigt hätten. Folgende Möglichkeiten werden den Bedürftigen offeriert:
1. Begleitung durch meist ehrenamtlich organisierte ambulante und stationäre Hospize, die allerdings nicht in ausreichender, flächendeckender und einheitlicher Anzahl vorhanden sind.
2. Spezialisierte, ambulante Palliativversorgung, die die reine medizinische, pflegerische Versorgung eines sterbenden Menschen zu Hause ermöglichen soll und für ca. 10 % der Sterbenden sinnvoll ist; dies als Ergänzung zur allgemeinen Sterbebegleitung; das zur Verfügung gestellte Budget konnte allerdings von den Versicherten nicht ausgeschöpft werden, da durch Blockaden der GKV die Gründung von SAPV-Teams behindert wurde. Nach Schätzungen sind 2009 durch diese Taktik 162.000.000 €, von zur Verfügung gestellten 180.000.000 €, nicht in Anspruch genommen worden.
3. Die Sterbenden und Angehörigen können auf das System der ambulanten und stationären professionellen Pflegeeinrichtungen zurückgreifen, welches geprägt ist von Minutenpflege, personeller Unterbesetzung, Fachpflegekräftemangel, Burn-Out, Frustration und Enttäuschung, Überarbeitung, Berufsflucht, Nachwuchsmangel, schwacher Selbstverwaltung, unangemessener Bezahlung und fehlendem Selbstbewusstsein.
Am Ende aller Möglichkeiten bleibt eine hochemotionale, belastende Situation, die nicht nur die Seele der Betroffenen, deren Angehörigen und Pflegenden zermürbt, sondern die, einer ganzen Gesellschaft.
Wir fordern daher die Abschaffung dieser Situation und Herstellung von menschenwürdigen Pflege- und Sterbesituationen. Der sterbende Mensch und der Begleitende brauchen genügend Zeit, Vertrautheit, Sicherheit, Intimität und gerechte Finanzierung. Wir fordern, dass jeder behandelnde Arzt eine bis zu 24-Stunden, palliative Versorgung für einen Zeitraum von 14 Tagen verordnen kann. Diese Leistung muss abrufbar sein und nicht durch überzogene Anspruchs- und Qualitätsanforderungen der GKV blockiert werden. Diese 24-Stunden-Palliativ-Versorgung und der damit einhergehende Personalmehrbedarf, müssen eindeutig in den Finanzierungsverhandlungen aller Pflegebereiche berücksichtigt werden, damit jede Pflegekraft eine physische, psychische und emotionale Entlastung erfährt. Erst dann kann Sterben in Deutschland wieder menschenwürdiger stattfinden. In Zeiten, in denen hunderte Milliarden zur Rettung von Systemen zur Verfügung gestellt werden, wäre es ein Skandal, wenn es nicht möglich wird, Menschlichkeit zu finanzieren.
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